Siegel der Universität

Universität zu Köln
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Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Fachgruppe Physik

I. Physikalisches Institut

Grünes Licht für CCAT

Deutsche Finanzierung für CCAT ist nun gesichert. Universitäten Bonn und Köln entwickeln Teleskopspiegel.

Staub- und Gaswolken sind die „Zutaten“, aus denen Sterne entstehen. Nordamerikanische Forscher wollen unter Beteiligung der Universitäten Köln und Bonn mit einem neuartigen Teleskop diese Sternentstehungsgebiete in bisher unerreichter Empfindlichkeit kartieren und durch Beobachtung entfernter Galaxien in die Frühphase des Universums vordringen. Die Finanzierungszusage für die deutsche Beteiligung liegt nun vor. Voraussichtlich im Jahr 2017 soll das Cerro Chajnantor Atacama Telescope (CCAT) in Chile die Arbeit aufnehmen. Es ist dann das höchst gelegene Teleskop der Erde. 

Weitere Presseinformationen der Uni-Köln.
(FRS 2011-11-26)

Venus Weather Not Boring After All, NASA/International Study Shows

THIS team and NASA GSFC collaborators reveal interesting details about the Venus mesosphere. "The mesosphere and thermosphere of Venus are dynamically active," said lead author Dr. Guido Sonnabend of the University of Cologne, Germany. "Wind patterns resulting from solar heating and east to west zonal winds compete, possibly resulting in altered local temperatures and their variability over time." The teams measured temperature and wind speeds in Venus' upper atmosphere by observing an infrared glow emitted by carbon dioxide (CO2) molecules when they were energized by light from the sun. The width of the line revealed the temperature, while shifts in its frequency gave the wind speed.

The researchers compared observations from 1990 and 1991 using Goddard's Infrared Heterodyne Spectrometer instrument at NASA's Infrared Telescope Facility on Mauna Kea, Hawaii, to observations from 2009 using the Cologne Tunable Heterodyne Infrared Spectrometer instrument at the National Optical Astronomy Observatory's McMath Telescope at Kitt Peak, Ariz.

Full NASA press release can be found here.

 

Stratospheric Terahertz Observatory is ready to launch from Antarctica

STO Team August 2011 at the CSBF in Palestine, Texas

The Stratospheric Terahertz Observatory (STO) underwent the NASA flight readyness review process at the Columbia Scientific Balloon Facility in Palestine, Texas. With this milestone three years of work have been concluded and the first science launch is targeted for December 2011 near the McMurdo Station in Antarctica. During the critical integration phase in the last few months Dipl.-Phys. Michael Brasse and Dr. Patrick Pütz joined the team of PI Chris Walker (University of Arizona, USA) for receiver integration and system testing.

STO is a balloon-borne observatory with a 0.8 m diameter primary and employs a heterodyne THz array receiver using superconducting mixer focal plane units. Four pixels each will be used for high-resolution spectroscopy of the 1.46 THz N+ and 1.90 THz C+ fine structure transitions. The 1. Physikalisches Institut contributes the 1.90 THz superconducting hot electron bolometer mixers, receiver optics and knowhow for THz receiver integration and testing.

More information can be found here and here (external link).

(PPÜ 2011-09-26)

 

Special mention from Europlanet Public Outreach Prize committee

The planetary science group at the I. Physikalische Institut in cooperation with the Junioruni program of the University of Cologne and the Odysseum received a special mention for their outreach activities for 13-15 year old kids from the "2011 Europlanet Prize for Public Engagement with Planetary Science" committee.

The committee stated that "Manuela Sornig and the group at the I.Physikalisches Institut at the University of Cologne are models for scientists wanting to develop public engagement programmes.  Their efforts to engage with networks of outreach providers, together with their success in targetting the hard-to-reach 13-15 year old audience, should be highly commended as examples of best practice ."

More information can be found here.

 

Hochfliegende Astronomie mit deutschem Instrument

GREAT-scienceErstflug des Flugzeug-Observatoriums SOFIA mit dem Spektrometer GREAT

SOFIA, das “Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie”, hat am 6. April 2011 am frühen Morgen den ersten Wissenschaftsflug abgeschlossen, bei dem der in Deutschland entwickelte Empfänger GREAT erfolgreich eingesetzt wurde. Mit dem „German Receiver for Astronomy at Terahertz Frequencies” wurden spektroskopische Beobachtungen in Richtung von M17, einer Region mit verstärkter Sternentstehung in unserer Milchstraße, sowie der nur wenige Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie IC342 durchgeführt.

In Flughöhen des SOFIA von bis zu 13 km wird die Erdatmosphäre auch für die Fern-Infrarot Strahlung aus dem Weltraum durchlässig und macht astronomisch wichtige Spektrallinien der Beobachtung zugänglich. Das Instrument wurde unter Leitung von Dr. Rolf Güsten vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie und der Universität zu Köln entwickelt, in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung und dem DLR-Institut für Planetenforschung.

Pressemitteilung:
Universität zu Köln
Max-Planck-Institut für Radioastronomie
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Universität Stuttgart
Die Welt
Hamburger Abendblatt
Tagesanzeiger
NASA Video Chat on March 17: The Science Behind SOFIA

(fsc 2011-04-07)

Nachruf auf Prof. Dr. Gisbert Winnewisser

Liebe Kollegen,

am Montag, den 21. März 2011, ist Gisbert Winnewisser (geb. 7.9.1936) nach langer und schwerer Krankheit verstorben. Mit seiner Persönlichkeit, sowohl als großartiger Wissenschaftler, aber vor allem als engagierter Kollege und Freund, hat er die Kölner Physik über Jahrzehnte maßgeblich geprägt.

Nach mehrjährigem Auslandsaufenthalt in den USA und Canada kam er Anfang der 70'er Jahre nach Deutschland zurück. Am MPI für Radioastronomie hat er die Molekülastrophysik insbesondere im Kontext des damals neuen 100m-Effelsberg Telekops aufgebaut. Anfang der 80'er kam er an die Universität zu Köln. Hier baute er das KOSMA-Observatorium und die Spektroskopie-Gruppe auf. Der heutige Stand der Kölner Astrophysik und hochauflösenden Spektroskopie ist Resultat seines langjährigen leidenschaftlichen Engagements. Er hat lange Jahre das Institut und den dortigen Sonderforschungsbereich geleitet.

Er war in einzigartiger Weise in der Lage, die Begeisterung für die Forschung zu entfachen und hat damit Generationen von Studenten und jungen Wissenschaftlern geprägt. Seine schwere Krankheit hat es ihm in den letzten Jahren nicht mehr erlaubt, sich mit den vielen neuen Ideen, die ihn antrieben, an der Forschung zu beteiligen. Darunter hat er sehr gelitten.

Viele von uns verlieren mit ihm nicht nur einen hoch geschätzten Kollegen, sondern auch einen engen Freund und Berater, der uns mit seinem Enthusiasmus und seiner Neugier in vielen Bereichen den Weg gewiesen hat.

Im Namen der Mitglieder des I. Physikalischen Instituts,

Jürgen Stutzki

"Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es Dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben,
die lachen können"!
Und er lachte wieder.

Antoine de Saint-Exupéry

GREAT: line-ops

GREAT operations at runway ("line-ops") on January 28/29, 2011

Photo Copyright: NASA Photo / Tom Tschida

GREAT, the "German Receiver for Astronomy at Terahertz Frequencies", is a receiver for spectroscopic observations at far-infrared frequencies between 1.2 and 5 Terahertz (60-220 µm wavelength), not accessible from ground because of water vapour absorption. The receiver will be used at the airborne observatory SOFIA. GREAT has been built as one of two German SOFIA instruments of the first generation by a consortium of German research institutes (MPIfR Bonn, Universität zu Köln, MPS Katlenburg-Lindau, DLR-PF Berlin). Project manager for GREAT is Dr. Rolf Güsten (MPIfR). The development of the instrument was financed by means of the participating institutes, Max Planck Society and German Research Society within the framework of SFB 494.

GREAT web page of the MPIfR

Startschuss für CCAT-Teleskop

Universität unterzeichnet Vertrag über den Bau von Ferninfrarot-Teleskop in Chile

CCATStartschuss für ein wichtiges Astrophysik-Projekt: Die Universität zu Köln und die Universität Bonn beabsichtigen, sich an der Entwicklung und dem Bau des CCAT-Teleskops (Cerro Chajnantor Atacama Telescope) in der chilenischen Atacama-Wüste zu beteiligen. Das Observatorium wird mit bisher unerreichter Empfindlichkeit weit entfernte Sterne und Galaxien im Ferninfrarot-Wellenbereich (0,03 – 3mm Wellenlänge) beobachten.

Mit dem Teleskop werden sich die Wissenschaftler ein hochempfindliches Beobachtungsgerät schaffen, das für ihren SFB mittelfristig zentrale Bedeutung hat. Denn mit seinen 25-Metern Durchmesser wird das CCAT mit Abstand das größte Teleskop der Welt im Terahertz-Wellenlängenbereich sein. „Die Größe ist deswegen entscheidend, weil man damit mehr Licht sammeln und empfindlicher messen kann“, erklärt Professor Jürgen Stutzki. „Außerdem kann man räumliche Details genauer auflösen.“ Durch die enorme Empfindlichkeit des Teleskops können in Zukunft Prozesse im Umfeld der Sternentstehung in unserer Milchstraße und in anderen Galaxien bis zum Rand des Universums beobachtet werden. Zusammen mit dem im Bau befindlichen Observatorium ALMA, wird CCAT in etwa fünf Jahren wertvolle Dienste für den Kernbereich des SFB 956 „Bedingungen und Auswirkungen der Sternentstehung – Astrophysik, Instrumentierung und Labor“ leisten.

Pressemitteilung der Universität zu Köln

(fsc 2010-12-06)