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Universität zu Köln
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Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Fachgruppe Physik

I. Physikalisches Institut

Junge Sternhaufen – Geburtsorte der Materie

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Dr. Andrea Stolte, I. Physikalisches Institut, Universität zu Köln

Der junge NGC 3603 Sternhaufen, einer der juengsten
und sternenreichsten Sternhaufen in der Milchstrasse.

Nur die leichten Elemente Wasserstoff und Helium wurden im Urknall erzeugt. Alle schwereren Elemente werden in den Lebenszyklen von Sternen generiert, die sehr viel schwerer und heißer sind als die Sonne. Diese Sterne entstehen in dichten Sternhaufen, blasen während ihres kurzen Lebens chemisch angereicherte Winde in ihre Umgebung, und verglühen am Ende ihres turbulenten Lebens als Supernovae. Die Erde samt all ihrer Lebewesen verdankt ihre Existenz diesen massereichen Sternen, deren Lebenszyklen in diesem Vortrag vorgestellt werden.

Mit den größten Teleskopen der Welt und Laser Leitsternen jagen wir nach Sternhaufen. In diesen dichten Gebilden entstehen einige zehntausend Sterne zur gleichen Zeit. Die meisten Mitglieder eines Sternhaufens haben eine Masse, die der Sonne vergleichbar ist, und eine lange Lebensdauer von etlichen Millliarden Jahren. Die wenigen sehr schweren Sterne mit bis zu 100facher Sonnenmasse glühen und verglühen jedoch sehr schnell. Nur wenige Millionen Jahre sind sie als die hellste junge Generation der Milchstrasse sichtbar, bevor sie ihr Leben als explosive Supernova beenden. Schon während ihres Lebens blasen diese Supersonnen den Großteil ihrer Materie in die Milchstrasse hinaus. Durch die Brennprozesse ist das Sternengas angereichert mit schweren Elementen. Es ist dieses Material, das die Entstehung von Planeten, Monden, Kometen, und letztlich allen Lebens möglich macht.

Very Large Telescope auf dem Paranal in Chile
mit Laserleitstern.
Paranal Observatorium der ESO mit vier
8-Meter
Teleskopen.
"Christmas Tree Star Cluster" - der Weihnachtsbaum-Sternhaufen
in Monoceros mit seinen hellen Weihnachtslichtern.