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Universität zu Köln
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Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

I. Physikalisches Institut

Sonderforschungsbereich 494

Teilprojekt E2

Wir haben zwei Ziele gleichzeitig verfolgt, zum einen die Entwicklung neuester Technologie um neue, hochempfindliche Spektrometer im Frequenzbereich bis 2 THz aufzubauen, und zum anderen die rotationsspektroskopische Charakterisierung von astrophysikalisch relevanten Molekülen bis in Terahertz-Frequenzbereich. Wir haben das Kölner THz-Spektrometer verbessert, bis 1 THz können wir Sub-Doppler Messungen vornehmen. Das Kölner THz-Seitenbandspektrometer (COSSTA) wurde mit einer neuen Optik in einem evakuierten Gehäuse versehen, um wasserdampffreie Messungen durchführen zu können. Wir haben neue Absorptionszellen entwickelt, die sowohl Sub-Doppler-, Cryo-, Entladungs- oder Verdampfungs-Experimente erlauben.

Uns gelang erstmalig der rotationsspektroskopische Nachweis von Oxadisulfan (HSOH). Durch unsere Messungen in enger Zusammenarbeit mit TP3 konnte jetzt die Struktur von HSOH aufgeklärt werden.
Desweiteren konnten wir mit dem weiterentwickelten Orotron-Intracavity-Spektrometer erstmalig dopplerfreie Zwei-Photonen Übergänge im mm-Wellenbereich messen.

Wir haben über 40 referierte Publikationen im Berichtszeitraum erstellt. Das internationale Interesse an unserern Arbeiten spiegelt sich auch in der von uns weiterentwickelten Kölner Datenbank für Molekülspektroskopie (Cologne Database for Molecular Spectroscopy, CDMS) wieder, die über das Internet zugänglich ist (URL: www.cdms.de). Die Datenbank wurde stark erweitert, sie enthält zur Zeit 155 Einträge astrophysikalisch relevanter Moleküle. Der Bereich mit Hinweisen zum Fitten hochaufgelöster Spektren wurde um etliche Beispiele erweitert. Seit kurzem gibt es auch eine Sammlung interstellar nachgewiesener Moleküle. Auf diese Datenbank wird rege auch und gerade aus dem Ausland zugegriffen - mehrere hundert Mal im Monat.